23.05.2026 –, Reh 2 Sprache: Deutsch
Dieser Vortrag beschäftigt sich mit der grundlegenden Funktionsweise des Kapitalismus im 21. Jahrhundert und der Frage, welche politischen Spielräume in ihm bleiben.
Egal, ob wir den Kapitalismus gänzlich abschaffen wollen, oder uns realpolitisch bemühen seine schlimmsten Folgen zu mildern, die Voraussetzung ist, dass wir verstehen, wie er funktioniert. Gut gemeint ist leider oft das Gegenteil von gut. Dies trifft auch auf politische Maßnahmen zu, welche die Funktionsweise des Kapitalismus ignorieren. Die Fundamentalanalyse des Kapitalismus hat Marx in seiner Kritik der politischen Ökonomie beschrieben. Wir beschäftigen uns daher zunächst mit den inneren Sachzwängen des Kapitalismus insbesondere der Konkurrenz. Selbstverständlich hat sich der Kapitalismus im 21. Jahrhundert weiterentwickelt: Auch die Situation eines globalen Weltmarkts mit multinationalen Konzernen wird daher beleuchtet. Das Kapital ist hier nicht länger an einen Staat gebunden, was die Staaten in eine Standortkonkurrenz untereinander zwingt. Auf Basis dieser Erkenntnisse widmen wir uns der Frage, welchen Spielraum eine linke politische Praxis überhaupt hat.
Jan Eufinger hat Sozialwissenschaft und Philosophie studiert. Er arbeitet und promoviert in der Philosophie an der FernUniversität in Hagen. Er ist Mitglied der Gesellschaft für kritische Bildung und schreibt für verschiedene Medien.
